Das Eiserne Kreuz – Eisenkern, Silberzarge, Bedeutung und Hintergrund
Das Eiserne Kreuz zählt zu den bekanntesten deutschen Kriegsauszeichnungen. Es wurde erstmals 1813 im Befreiungskrieg gegen Napoleon gestiftet, entworfen vom preußischen Architekten Karl Friedrich Schinkel, und später 1870, 1914 und 1939 erneuert. Von Beginn an war es ausdrücklich als Auszeichnung für alle Soldaten gedacht – unabhängig von Stand oder Rang.
Damit unterschied sich das EK deutlich von den meisten anderen Orden und Ehrenzeichen jener Zeit, etwa dem Pour le Mérite oder den verschiedenen königlichen Hausorden, die ausschließlich Offizieren oder dem Adel vorbehalten waren. Bei vielen dieser Auszeichnungen entschied zudem der Dienstgrad, welche Klasse verliehen wurde. Auch die übliche Trennung in Verleihungen mit Schwertern im Krieg und ohne Schwerter in Friedenszeiten gab es hier nicht. Das Eiserne Kreuz war eine reine Kriegsauszeichnung, die für Tapferkeit und besondere Taten verliehen werden sollte – ohne Unterschied vom einfachen Soldaten bis hin zum General.
Als Beispiel hier: Das Eiserne Kreuz 1. Klasse von 1914, gestiftet durch Kaiser Wilhelm II., hatte eine Zarge aus 800er Silber und einen schwarz lackierten Gusseisenkern. Nur wenige Stücke wurden tatsächlich in Silber gefertigt, die meisten besaßen eine versilberte Buntmetallfassung. Silberausführungen sind daher heute besonders beliebt bei Sammlern.
Das Eiserne Kreuz war international bekannt und anerkannt. Für alliierte Soldaten galt es als begehrte Kriegsbeute, zugleich wurde es auch von ihnen als Tapferkeitsauszeichnung respektiert – im Krieg selbst und lange danach.
Bis heute lebt das Symbol weiter: Das Eiserne Kreuz ist Hoheitsabzeichen der Bundeswehr und findet sich in modernisierter Form auf Panzern, Flugzeugen und Fahrzeugen .
Auch in den Medien und Nachkriegsspielfilmen blieb es präsent – etwa im international bekannten Kriegsfilm „Steiner – Das Eiserne Kreuz“.
Damit bleibt es ein Symbol deutscher Militärgeschichte – von seinen Ursprüngen im 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart.