U-Boot-Kommandantenfernglas 8×60 „blc“
Dieses Fernglas ist ein originales Kommandantenfernglas 8×60 der Kriegsmarine, gefertigt von Carl Zeiss, Jena. Der Hersteller wurde ab 1940 mit dem Tarncode „blc“ gekennzeichnet.
Die Bezeichnung 8×60 steht für eine achtfache Vergrößerung bei einem Objektivdurchmesser von 60 mm. Daraus ergibt sich eine sehr große Austrittspupille von rund 7,5 mm, die ein helles und kontrastreiches Bild selbst bei schlechten Lichtverhältnissen ermöglicht. Für den Einsatz auf See – bei Dämmerung, in der Nacht oder bei starkem Wellengang – war diese Optik ein entscheidender Vorteil.
Die Konstruktion basiert auf einem Porro-II-Prismensystem mit Weitwinkel-Okularen, wodurch ein außergewöhnlich großes Sehfeld erzielt wird. Damit konnte der Kommandant eine breite Szenerie überblicken, ohne das Glas ständig schwenken zu müssen.
Charakteristisch sind die massive Aluminiumguss-Bauweise, die grünlich-graue Kriegsmarine-Lackierung sowie die Bakelit-Okularabdeckung, die auch auf dem gezeigten Exemplar noch vorhanden ist. An den Seiten befinden sich Einschrauböffnungen für Trockenpatronen, die das Beschlagen der inneren Optik verhindern sollten.
Im Laufe des Krieges wurde es immer wichtiger, über hochwertige Optiken zu verfügen, die den harten Belastungen an Bord eines U-Bootes standhielten und zugleich eine verlässliche optische Leistung boten. Auf U-Booten waren von diesen Kommandantengläsern meist nur ein bis zwei Exemplare vorhanden. Nur wenige Ferngläser wurden mit einer Ziellinie ausgestattet, sodass sie zusätzlich als UZO (U-Boot-Zieloptik) verwendet werden konnten.
Das hier vorgestellte Exemplar trägt die Seriennummer 49282 mit dem Herstellercode blc für Carl Zeiss, Jena. Stücke in diesem Nummernbereich lassen sich auf die späte Kriegsproduktion um 1943/44 einordnen. Besonders hervorzuheben ist, dass sich dieses Fernglas noch in einem absoluten Topzustand befindet – unverbastelt, original belassen und damit in einer Qualität, wie sie heute nur sehr selten erhalten geblieben ist.
Das 8×60-Kommandantenglas gilt bis heute als eine der leistungsstärksten militärischen Handoptiken des Zweiten Weltkrieges. Aufgrund seiner Seltenheit, der technischen Qualität und des typischen Erscheinungsbildes ist es heute ein begehrtes Sammlerstück.
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