Der Ehrendolch war ein staatliches Ehrengabe der DDR bzw von dem Minister für Nationale Verteidigung. Er war kein Bestandteil des Ordenssystems und unterlag keiner festen Verleihordnung.
Vergabe und Kriterien
Die Verleihung erfolgte als Einzelfallentscheidung durch den Minister für Nationale Verteidigung. Es existierten keine festen Dienstzeitregelungen oder Quoten.
Maßgeblich war eine dauerhafte politische und fachliche Zuverlässigkeit.
Belegte Anlässe:
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Beförderungen in höhere Offiziersgrade
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Übernahme besonderer Funktionen
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Langjährige, tadellose Dienstzeit
Besonderheit: Die Inschriften
Das Hauptmerkmal dieser Stücke ist die Gravur auf der Scheide.
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Standard-Widmung: „Überreicht vom Minister für Nationale Verteidigung“. Sie kennzeichnet den Dolch als offizielles Präsent.
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Zusatz: Die Inschrift „Für ausgezeichnete Leistungen“ ist eine optionale Ergänzung. Sie stellt keine eigenständige Auszeichnungsstufe dar und war nicht normiert – diese zeigt lediglich den individuellen Grund der Ehrung.
Seltenheit
In der Volksmarine wurde der Dolch nur in geringer Stückzahl vergeben.
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