Operation Merkur – Der blutige Luftlandeeinsatz auf Kreta 1941

Im Mai 1941 führte die deutsche Luftwaffe unter dem Kommando von General der Flieger Kurt Student die erste große Luftlandeoperation der Kriegsgeschichte durch. Ziel der Operation Merkur war die Einnahme der strategisch wichtigen Mittelmeerinsel Kreta.

Beginn des Angriffs am 20. Mai 1941

Am 20. Mai 1941 begann der Angriff durch das XI. Flieger-Korps mit massiven Fallschirm- und Segelflugzeugabwürfen bei Maleme, Heraklion und Rethymno. Die alliierten Verteidiger – Briten, Griechen, Neuseeländer und Australier – leisteten erbitterten Widerstand.

Wendepunkt: Flugplatz Maleme

Erst die Einnahme des Flugplatzes Maleme am 21./22. Mai ermöglichte die Verlegung von Verstärkungen. Durch diesen taktischen Erfolg konnte die Wehrmacht die Initiative gewinnen und den Brückenkopf sichern.

Verluste und Folgen

Trotz des militärischen Erfolgs erlitt die deutsche Seite rund 4.000 Tote, überwiegend Fallschirmjäger. Die Alliierten verloren ebenfalls etwa 4.000 Mann, über 17.000 Soldaten gerieten in deutsche Gefangenschaft.

Die Insel Kreta blieb bis zum Kriegsende unter deutscher Kontrolle. Die Operation Merkur gilt als Meilenstein der Luftkriegsgeschichte – aber auch als Mahnung: Adolf Hitler untersagte nach dem Kreta-Einsatz weitere groß angelegte Luftlandeunternehmen, da die Verluste als zu hoch eingeschätzt wurden.

Ehrenschild des XI. Flieger-Korps – seltene Auszeichnung für Kreta-Kämpfer

Der Ehrenschild des XI. Flieger-Korps wurde im Jahr 1942 von General Kurt Student gestiftet. Die Plakette war eine nichttragbare Anerkennung für jene Soldaten, die unter seinem Kommando an der Luftlandeschlacht um Kreta teilgenommen hatten – unabhängig vom offiziell verliehenen Ärmelband „Kreta“.

Material und Gestaltung

Der Schild wurde ausschließlich aus Zink gefertigt Darstellung der Insel Kreta

Hersteller war Noack Berlin