Das Deutsche Kreuz in Gold – Fertigung, Hersteller und historische Einordnung
Das Deutsche Kreuz in Gold gehörte zu den höheren Auszeichnungen des Zweiten Weltkriegs. Es wurde 1941 geschaffen, um wiederholte besondere Leistungen im Gefecht sichtbar zu machen. Die Auszeichnung lag deutlich über dem Eisernen Kreuz I. Klasse, aber unterhalb des Ritterkreuzes. Soldaten erhielten sie in der Regel nach längerem Fronteinsatz, wenn Tapferkeit, Belastbarkeit und Verantwortungsübernahme über einen längeren Zeitraum hinweg erkennbar waren.
Hersteller des Deutschen Kreuzes in Gold
Für das Deutsche Kreuz in Gold sind mehrere Hersteller nachweisbar. Zwei Firmen dominierten die Serienfertigung, weitere traten ergänzend hinzu. Alle unten aufgeführten Hersteller gelten als gesichert.
Haupthersteller
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Deschler & Sohn, München
Herstellerkennzeichen: 1
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C. F. Zimmermann, Pforzheim
Herstellerkennzeichen: 20
Weitere bestätigte Hersteller
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Otto Klein & Co., Hanau
Herstellerkennzeichen: 134
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C. E. Juncker, Berlin
Herstellerkennzeichen: 2 oder ohne Kennzeichnung
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Godet (J. Godet & Sohn), Berlin
Herstellerkennzeichen: 21
Diese Hersteller decken die bekannten Varianten des Deutschen Kreuzes ab. Die größte Verbreitung haben die Fertigungen von Deschler und Zimmermann.
Varianten und Fertigungsmerkmale
Beim Deutschen Kreuz in Gold existieren zwei grundlegende Hauptvarianten:
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eine schwere Ausführung aus Messing
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eine leichtere Version aus Cupal, die später in größerer Stückzahl gefertigt wurde
Unterschiede ergeben sich u. a. durch:
Diese Merkmale erlauben eine recht sichere Zuordnung zu bestimmten Produktionsserien und Herstellern.
Verleihungszahlen im historischen Vergleich
Die dokumentierten Verleihungszahlen verdeutlichen die Stellung des Deutschen Kreuzes im Auszeichnungssystem der Zeit:
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Eisernes Kreuz II. Klasse:
4–5 Millionen Verleihungen
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Eisernes Kreuz I. Klasse:
300.000–450.000 Verleihungen
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Deutsches Kreuz in Gold:
24.000–26.000 Verleihungen
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Deutsches Kreuz in Silber:
ca. 1.100 Verleihungen
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Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes:
7.318 bestätigte Verleihungen
Damit liegt das Deutsche Kreuz in Gold klar zwischen EK I und Ritterkreuz: deutlich seltener als das EK I, deutlich häufiger als das Ritterkreuz und als Auszeichnung für wiederholte Gefechtsleistungen konzipiert.
Einordnung und Bedeutung
Das Deutsche Kreuz in Gold markiert die zunehmende Differenzierung der Auszeichnungsstruktur im Verlauf des Krieges. Mit steigender Belastung der Truppe und immer komplexeren Einsatzbedingungen wuchs der Bedarf an klar abgestuften Auszeichnungen.
In diesem Zusammenhang steht das Deutsche Kreuz in Sieleber nicht für individuelle Gefechtsleistungen, sondern auch für die organisatorische und propagandistische Entwicklung der damaligen Zeit.
Wie bei allen Auszeichnungen mit politischen Symbolen gilt: Die Darstellung ist in Deutschland nur im historischen Kontext zulässig (§ 86a StGB).
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