Geleitzugschlacht & Polarurkunde – U-703 am 25. August 1943

Am 25. August 1943 erhielt Masch. Ob. Gefr. Fritz Thomas an Bord von U-703 eine Polarurkunde, die das Überschreiten der Breite von 81° 30′ Nord im Nordmeer dokumentierte. Diese Urkunden waren eine maritime Tradition und dienten als Erinnerung an Fahrten in extreme nördliche Gewässer – keine offizielle militärische Auszeichnung, sondern ein persönliches Zeugnis für die Männer der Besatzung.

Der 25. August 1943 brachte jedoch nicht nur die Polarurkunde, sondern auch den harten Alltag des U-Boot-Krieges. Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Heinz Bielfeld griff U-703 im Nordmeer den sowjetischen Geleitzug Dvina an. Dabei versenkte das Boot den Tanker Donbass (7.718 BRT) und den Eisbrecher Mikoyan. Der Angriff ereignete sich in der Barentssee, einem der am stärksten umkämpften Versorgungswege der Nordmeergeleitzüge.

Der Kampf im Nordmeer war besonders gefährlich für die U-Bootfahrer der Kriegsmarine. Wurde ein Boot versenkt, hatten die Überlebenden im eisigen Wasser kaum eine Chance: Schon nach wenigen Minuten führte die extreme Kälte zu Erschöpfung und Bewusstlosigkeit. Rettung war in dieser Umgebung fast unmöglich.

So verbindet sich an diesem Datum zweierlei: die Polarurkunde als Symbol einer Fahrt bis fast zum Pol – und die Geleitzugschlacht, die den erbitterten und lebensgefährlichen Einsatz im Nordmeer verdeutlicht.