Wir konnten erneut einen sehr seltenen und authentischen Nachlass erwerben, der bei einer Haushaltsauflösung beinahe entsorgt worden wäre. Ein aufmerksames Familienmitglied legte ihn rechtzeitig zur Seite, sodass das Material erhalten blieb und heute der militärhistorischen Forschung zur Verfügung steht.
Metz 1944 – Hintergründe und Einordnung des Ärmelbandes
Die Kämpfe um Metz im Herbst 1944 gehörten zu den letzten größeren Verzögerungsgefechten der Wehrmacht im Westen. Der Festungsring mit Fort Jeanne d’Arc, Saint-Quentin, Plappeville und Driant bot kurzfristig nutzbare Stellungen, die den amerikanischen Vormarsch verlangsamen sollten.
Ein wesentlicher Teil der Verteidiger bestand aus Fahnenjunkern und Offiziersanwärtern der Offiziersschule Metz. Diese Jahrgänge waren jung, zum Teil deutlich politisch indoktriniert und ohne praktische Erfahrung im Fronteinsatz. Ihnen fehlte die Grundlage, Lage und Risiko realistisch einzuschätzen. Dadurch kam es zu rücksichtslosen und unüberlegten Aktionen, die sie selbst als Entschlossenheit interpretierten, die aber häufig sinnlos waren und zu hohen Verlusten führten. Für viele ging es nur noch ums Überleben, nicht mehr um den propagierten Endsieg.
Daneben standen reguläre Heereseinheiten, Rückzugsreste und improvisierte Kampfgruppen. Diese Kräfte agierten aufgrund ihrer jahrelangen Frontbelastung meist vorsichtiger und erfahrungsbezogener. Die Gefechte konzentrierten sich auf die Zugänge zu den Festungswerken, besonders im Raum Longeville-lès-Metz, Scy-Chazelles und Châtel-Saint-Germain. Entlang der Mosel spielte Ars-sur-Moselle eine Rolle bei Rückzugs- und Neuordnungsbewegungen. Trotz einzelner Verzögerungserfolge blieb der militärische Einfluss begrenzt.
Bezug zum Ärmelband „Metz 1944“
Das Ärmelband „Metz 1944“ wurde als Anerkennung für die Teilnahme an den Kämpfen um die Festung Metz gestiftet. Erfasst wurden alle an den Gefechten beteiligten Gruppen: die Offiziersanwärter, die regulären Truppen und die kurzfristig zusammengestellten Kampfgruppen.
Genaue Verleihungszahlen des Ärmelbandes „Metz 1944“ sind nicht bekannt. Sicher ist lediglich, dass das Band nur sehr selten verliehen wurde. Schätzungen gehen von wenigen hundert tatsächlich verliehenen Bändern aus. Und selbst unter den offiziell Beliehenen dürften nicht alle ihr Ärmelband noch erhalten haben, da Ausgabe, Transport und Truppenlage im Winter 1944/45 vielfach zusammenbrachen. Damit handelt es sich um eine extrem selten anzutreffende Auszeichnung aus den letzten Kriegstagen.
Trotz des bereits absehbaren Kriegsendes entstand damit ein weiteres einsatzbezogenes Ärmelband – in einer Reihe mit Auszeichnungen wie dem Ärmelband Kreta, Afrika sowie den Schilden Krim, Narvik, Demjansk, Kuban und Cholm.
Quellen
– Sascha Ulderup – Fachliteratur zu einsatzbezogenen Auszeichnungen und zur Verleihungspraxis 1944/45.
– Archiv Thomas Huss, german-historica (www.german-historica.de
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