Ankauf
Orden, Ehrenzeichen & Abzeichen ankaufen
Wir kaufen Orden, Ehrenzeichen und Abzeichen von etwa 1800 bis heute an – militärische und zivile Auszeichnungen wie Eisernes Kreuz, Ritterkreuz, Pour le Mérite, U-Boot-Kriegsabzeichen sowie weitere Auszeichnungen und militärhistorische Ehrenstücke.
Dabei interessieren uns Einzelstücke ebenso wie komplette Nachlässe oder über viele Jahre aufgebaute Sammlungen.
Hintergründe und Einordnung
Warum werden Orden, Ehrenzeichen und Militaria überhaupt aufgehoben oder gesammelt?
Immer wieder werden wir gefragt, warum Menschen alte Kriegsandenken, Orden und Ehrenzeichen aufheben oder sammeln – auch solche aus historisch belasteten Epochen mit entsprechender Symbolik.
Die Gründe dafür sind vielfältig und reichen von persönlichen oder familiären Erinnerungen über historisches Interesse bis zur gezielten Beschäftigung mit bestimmten Auszeichnungen, ihren Herstellern, Trägern, Einheiten oder militärhistorischen Zusammenhängen.
Dabei geht es häufig auch darum, die Geschichte und Herkunft solcher Gegenstände zu erforschen und für nachfolgende Generationen zu bewahren.
Mehr über die Hintergründe erfahren
Als Fachhändler für militärhistorische Antiquitäten begegnet uns immer wieder die gleiche Frage: Wer sammelt alte Kriegsandenken – und warum auch Gegenstände aus geschichtlich belasteten Epochen?
Sind Sammler militärhistorischer Gegenstände deshalb automatisch „ewig Gestrige“, Militaristen oder Anhänger vergangener Ideologien?
Mit Sicherheit nicht.
Kriegsandenken werden seit Jahrhunderten gesammelt und aufbewahrt. Schon nach früheren Schlachten wurden Gegenstände mitgenommen – als Trophäe, Erinnerung oder wegen ihres materiellen Wertes.
Im Mittelalter waren dies beispielsweise Münzen, Schmuck, Schwerter oder Teile von Rüstungen. Später kamen Orden und Ehrenzeichen, Uniformteile, Rangabzeichen, Helme, Fahnen und andere militärische Gegenstände hinzu.
Mit den großen Kriegen des 19. und 20. Jahrhunderts nahm auch das Interesse an solchen Objekten zu. Neben ehemaligen Soldaten begannen auch Zivilisten, Abzeichen, Blankwaffen, Helme, Uniformen und andere Stücke gezielt zu sammeln.
Der Zweite Weltkrieg: Kriegsandenken in großer Zahl
Während und unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg gelangten militärische Gegenstände in besonders großer Zahl in privaten Besitz.
Besiegten Soldaten wurden neben Waffen häufig auch Insignien, Orden und Abzeichen abgenommen. Viele dieser Stücke wurden als Trophäen oder persönliche Erinnerungsstücke mit in die Heimat genommen.
Besonders in den Vereinigten Staaten befinden sich solche Gegenstände bis heute in zahlreichen Familien. Amerikanische Soldaten brachten sie von verschiedenen Kriegsschauplätzen und später auch aus dem besetzten Deutschland mit zurück.
Helme, Orden, Abzeichen, Uniformteile, Blankwaffen und andere militärische Gegenstände wurden auf diese Weise über Jahrzehnte innerhalb der Familien aufbewahrt.
Auch während der Besatzungszeit wurden in Deutschland zahlreiche Waffen, Uniformen, Fahnen und politische Symbole sichergestellt oder von alliierten Soldaten mitgenommen.
In den einzelnen Ländern wurde mit solchen Kriegsandenken unterschiedlich umgegangen. Während in den USA viele Stücke in privaten Besitz gelangten, bestanden beispielsweise in Großbritannien deutlich strengere Regelungen.
Auch sowjetische Soldaten nahmen Gegenstände aus Deutschland mit. Dabei standen häufig praktische oder wertvolle Dinge wie Uhren und Gebrauchsgegenstände stärker im Vordergrund als militärische Symbolik.
Die Rückkehr der Kriegsandenken
Viele dieser Gegenstände tauchen Jahrzehnte später wieder auf – auf Dachböden, in Kellern, bei Haushaltsauflösungen, auf Flohmärkten oder in Familiennachlässen.
Oft ist dann kaum noch bekannt, woher ein Stück ursprünglich stammt oder welche Bedeutung es hatte.
Sammler, Angehörige und historisch Interessierte versuchen deshalb, solche Stücke zu bestimmen und ihre Herkunft wieder nachzuvollziehen.
Dabei geht es nicht nur um das Sammeln selbst. Wichtig sind die Bestimmung, historische Einordnung, Herkunft und der Zusammenhang mit Personen oder Ereignissen.
Gerade bei vollständigen Nachlässen können Orden, Urkunden, Fotos, Briefe und andere persönliche Stücke gemeinsam Informationen liefern, die bei einer Trennung des Bestandes verloren gehen würden.
Erinnerung und historische Einordnung
Bis in die frühen 2000er-Jahre lebten noch zahlreiche Zeitzeugen, die über Krieg, Gefangenschaft und persönliche Erlebnisse berichten konnten.
Viele sprachen offen darüber, andere kaum oder gar nicht.
Mit dem Verschwinden dieser Generation gehen auch persönliche Erinnerungen und Informationen verloren.
Zurück bleiben häufig die überlieferten Gegenstände: Orden, Uniformen, Dokumente, Fotos, Briefe und persönliche Aufzeichnungen.
Sie können helfen, Lebenswege und historische Zusammenhänge nachzuvollziehen und Informationen wiederzufinden, die innerhalb einer Familie längst verloren gegangen sind.
Für viele Sammler liegt darin ein wesentlicher Teil des Interesses: Ein Stück wird nicht nur wegen seines materiellen Wertes gesammelt, sondern auch wegen seiner Herkunft und seiner Geschichte.
Militärhistorische Gegenstände als Sammelgebiet
Die Interessen der Sammler sind unterschiedlich.
Manche beschäftigen sich ausschließlich mit bestimmten Orden und Ehrenzeichen, andere mit Herstellern, Uniformen, Blankwaffen, Dokumenten, Fotos oder einzelnen militärischen Einheiten.
Auch komplette Nachlässe und zusammengehörige Gruppen sind von besonderem Interesse, weil sich historische Zusammenhänge dadurch häufig besser nachvollziehen lassen.
Das Sammeln solcher Gegenstände ist damit auch eine Beschäftigung mit ihrer Geschichte, Herkunft und Bedeutung.
Wer militärhistorische Gegenstände geerbt, bei einer Haushaltsauflösung entdeckt oder über viele Jahre gesammelt hat, muss deren Bedeutung oder Wert nicht selbst bestimmen können.
Wir unterstützen bei der fachlichen Einordnung und Bewertung einzelner Stücke, Sammlungen und Nachlässe.
Wissenswertes zu Orden und Ehrenzeichen
Fachbeiträge aus unserer Militaria-Infothek auf militaria-kiel.de helfen bei der Bestimmung und Einordnung von Orden und Ehrenzeichen, Herstellern, Varianten und historischen Zusammenhängen.
So verkaufen Sie Ihre Orden & Ehrenzeichen
1
Erstkontakt
Für den ersten Kontakt empfehlen wir Ihnen unser Kontaktformular. Dort können Sie uns schnell und unkompliziert die wichtigsten Informationen zu Ihrem Anliegen übermitteln.
Senden Sie uns nach Möglichkeit einige aussagekräftige Fotos der Stücke, der Sammlung oder des Nachlasses. Bei größeren Beständen genügen zunächst wenige Übersichtsaufnahmen. Sie müssen nicht jedes einzelne Stück fotografieren.
2
Erste fachliche Einschätzung
Auf Grundlage Ihrer Angaben und Fotos erhalten Sie von uns eine erste fachliche Rückmeldung.
Auch unbekannte Gegenstände, größere Bestände oder ungeordnete Nachlässe lassen sich anhand erster Aufnahmen häufig bereits grob einordnen.
3
Persönliche Besichtigung & Bewertung
Bei entsprechenden Einzelstücken, Sammlungen und Nachlässen bevorzugen wir die persönliche Begutachtung vor Ort.
Wir prüfen, bestimmen und bewerten die angebotenen Stücke fachgerecht. Dabei berücksichtigen wir unter anderem Originalität, Hersteller, Seltenheit, Zustand, Vollständigkeit, historische Einordnung und die aktuelle Marktsituation.
4
Angebot & Abwicklung
Nach der Begutachtung erhalten Sie von uns ein faires und marktgerechtes Kaufangebot.
Sie entscheiden anschließend in Ruhe, ob Sie unser Angebot annehmen möchten.
Bei einer Einigung erfolgt die Abwicklung unmittelbar und diskret.
Häufige Fragen zu Orden, Ehrenzeichen und Abzeichen
Muss ich wissen, was ich besitze oder eine Preisvorstellung haben?
Nein. Sie müssen die Gegenstände weder selbst bestimmen noch deren Wert kennen. Eine eigene Preisvorstellung ist ebenfalls nicht erforderlich.
Wir bestimmen und bewerten die Stücke und unterbreiten Ihnen auf dieser Grundlage ein nachvollziehbares Ankaufangebot.
Soll ich historische Gegenstände vor der Bewertung reinigen oder aufarbeiten?
Nein, auf keinen Fall.
Bitte lassen Sie historische Gegenstände möglichst in dem Zustand, in dem sie sich befinden. Reinigen, Polieren, Entrosten oder andere Aufarbeitungen können originale Oberflächen und Altersspuren verändern oder dauerhaft beschädigen und dadurch den Sammlerwert beeinträchtigen.
Das gilt besonders für Orden und Ehrenzeichen, Blankwaffen, Uniformteile und andere historische Sammlerstücke.
Kaufen Sie auch beschädigte oder unvollständige Stücke?
Ja. Beschädigungen, Fehlteile oder ein schlechter Erhaltungszustand bedeuten nicht automatisch, dass ein historischer Gegenstand keinen Wert mehr besitzt.
Auch unvollständige Orden und Ehrenzeichen, beschädigte Blankwaffen, Uniformteile, Dokumente oder andere historische Stücke können weiterhin sammelwürdig oder für uns interessant sein.
Bitte sortieren oder entsorgen Sie solche Gegenstände deshalb nicht vorschnell.
Darf ich Gegenstände aus der Zeit von 1933 bis 1945 verkaufen?
Ja. Der Verkauf historischer Originale aus der Zeit von 1933 bis 1945 ist nicht allein aufgrund ihres Alters oder ihrer historischen Herkunft verboten.
Bei Gegenständen mit Kennzeichen nationalsozialistischer Organisationen sind jedoch insbesondere die gesetzlichen Bestimmungen der §§ 86 und 86a StGB zu beachten. Entscheidend sind dabei unter anderem die Art des Gegenstandes, die vorhandenen Kennzeichen sowie die konkrete Form des Angebotes und der Weitergabe.
Wir beschäftigen uns seit vielen Jahren mit militärhistorischen Originalen und beraten Sie gerne, wenn Sie bei einem Gegenstand unsicher sind.
Darf ich Kopien oder Nachfertigungen von Orden, Ehrenzeichen, Abzeichen oder Blankwaffen aus der Zeit 1933–1945 verkaufen?
Neuzeitliche Kopien, Nachprägungen und Reproduktionen kaufen und verkaufen wir grundsätzlich nicht.
Besonders bei neu hergestellten Gegenständen mit Kennzeichen nationalsozialistischer Organisationen sind die gesetzlichen Bestimmungen des § 86a StGB zu beachten.
Anders als historische Originale können Kopien und Nachfertigungen beliebig neu hergestellt und immer wieder in den Verkehr gebracht werden.
Unser Handel beschränkt sich deshalb grundsätzlich auf zeitgenössische historische Originale.
